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MedienmitteilungVeröffentlicht am 3. November 2026

Schweizer Armee weiht Gedenkort Monumoira in Luzern ein

Bern, 03.11.2026 — Die Schweizer Armee hat am 2. November 2026 auf dem Gelände des Armee-Ausbildungszentrums Luzern (AAL) den Gedenkort Monumoira eingeweiht. Erstmals erinnert ein zentraler Gedenkort an Armeeangehörige, die im Militärdienst ihr Leben verloren haben, und an Zivilpersonen, die bei Militärunglücken ums Leben gekommen sind.

Die Schweizer Armee hat im Laufe ihrer Geschichte Angehörige im Dienst verloren. Die meisten dieser Todesfälle ereigneten sich nicht im Rahmen kriegerischer Ereignisse, sondern bei tragischen Vorfällen in der Ausbildung, im Einsatz oder im Dienstalltag. Auch Zivilpersonen kamen bei militärischen Unfällen ums Leben. Hinter jedem dieser Todesfälle steht ein persönliches Schicksal. Zurück bleiben Familien, Angehörige sowie Kameradinnen und Kameraden, die um einen Menschen trauern, der ihnen nahestand.

Monumoira vereint erstmals das Gedenken an diese Verstorbenen an einem zentralen Ort der Schweizer Armee. Der Gedenkort schafft Raum für persönliches und stilles Erinnern ebenso wie für gemeinsame Gedenkfeiern. Zugleich ist er Ausdruck für die Verantwortung der Armee, alles für die Sicherheit ihrer Angehörigen zu unternehmen.

Einweihung mit geladenen Gästen

Die Einweihung fand im Rahmen einer schlichten und würdevollen Zeremonie statt. Die Luzerner Regierungsrätin Ylfete Fanaj, der Chef der Armee, Korpskommandant Benedikt Roos, der Chef Armeestab, Divisionär Daniel Keller, sowie der Kommandant der Höheren Kaderausbildung der Armee, Divisionär René Wellinger, würdigten in ihren Ansprachen die Bedeutung des Gedenkortes und des gemeinsamen Erinnerns.

Zu den Gästen zählten zudem Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, von armasuisse Immobilien sowie von Stiftungen und Organisationen, die zur Entstehung und Realisierung des Gedenkortes beigetragen haben.

Siegerprojekt eines zweistufigen Wettbewerbs

Monumoira ging aus einem zweistufigen Wettbewerb hervor, den die Schweizer Armee im November 2020 lancierte. Das Projekt von andreasschneider und Philipp Schallnau wurde im Dezember 2021 zum Sieger gekürt und im Sommer 2026 realisiert.

Der Name «Monumoira» verbindet das lateinische monere («erinnern» und «mahnen» mit dem griechischen moira (μοῖρα), das für «Anteil», «Los» oder «Schicksal» steht.

Monumoira besteht aus einem 167 Meter langen Metallband und einer 26 Meter hohen Stele. Das Band erinnert in seiner Gestaltung an einen unerwarteten Einschnitt und an die Narbe, die ein Schicksalsschlag hinterlassen kann. Das Licht an der Spitze der Stele macht den Gedenkort auch bei Nacht sichtbar und lässt sich als zeitgemässe Form einer «Ewigen Flamme» verstehen. Im abgesenkten Bereich sind Gedanken in den vier Landessprachen angebracht. Sie thematisieren Verlust, Schmerz und Trauer sowie Trost, Hoffnung und Versöhnung.