Das Programm der Mitglieder des Bundesrates am WEF-Jahrestreffen 2026
Bern, 16.01.2026 — Nächste Woche findet in Davos das 56. Jahrestreffen des World Economic Forum (WEF) statt. Vier Mitglieder des Bundesrates nehmen daran teil. Bundespräsident Guy Parmelin eröffnet den Anlass am Dienstag, 20. Januar 2026, gemeinsam mit den beiden interimistischen Co-Vorsitzenden des Stiftungsrats, André Hoffmann und Larry Fink, sowie dem WEF-Präsidenten und CEO Børge Brende.
Das Jahrestreffen bietet den Mitgliedern des Bundesrates Gelegenheit für zahlreiche Kontakte und Gespräche; es dürften mindestens 40 bilaterale Treffen stattfinden. Programmänderungen sind immer auch in letzter Minute noch möglich.
Bundespräsident Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), wird das WEF-Jahrestreffen nutzen, um zentrale wirtschafts- und handelspolitische Anliegen der Schweiz mit Amtskolleginnen und -kollegen zu diskutieren. Vorgesehen sind Begegnungen mit Staats- und Regierungschefs, Ministern sowie führenden Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und internationalen Organisationen. Die Gespräche betreffen die angespannte geopolitische Lage, internationale wirtschaftliche Entwicklungen sowie handelspolitische Fragen. Im multilateralen Bereich wird Bundespräsident Parmelin ein informelles Treffen von WTO-Ministerinnen und -Ministern eröffnen.
Bundesrat Ignazio Cassis, Vizepräsident des Bundesrates und Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), wird bei seinen bilateralen Treffen den Schwerpunkt auf die aktuelle geopolitische Lage legen, insbesondere auf die Entwicklungen in der Ukraine und im Nahen Osten. Ebenfalls im Zentrum der Gespräche werden die europäische Politik und die Beziehungen der Schweiz zu ihren europäischen Partnern stehen. Im Hinblick auf den OSZE-Vorsitz, den die Schweiz in diesem Jahr innehat, werden zudem Fragen der Sicherheit und der internationalen Zusammenarbeit erörtert.
Bundesrätin Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD), wird sich in Davos mit verschiedenen Finanzministerinnen und Finanzministern austauschen. Im Fokus der Gespräche stehen internationale Finanz- und Steuerfragen.
Bundesrat Martin Pfister, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), wird sich auf Fragen der Resilienz und der Verteidigung konzentrieren, auf der Grundlage der Sicherheitspolitischen Strategie des Bundesrates. Er wird die anwesenden Verteidigungsminister treffen und sich mit ihnen insbesondere über die Entwicklung der geopolitischen Lage austauschen. Er wird zudem einen Truppenbesuch abstatten und die für die Sicherheit vor Ort sorgenden Milizangehörigen treffen, um sie bei ihrem Einsatz zu unterstützen.
Das «House of Switzerland» am WEF 2026
Auch in diesem Jahr ist die offizielle Schweiz am Jahrestreffen des WEF mit einem «House of Switzerland» vertreten. Unter der Leitung von Präsenz Schweiz des EDA und mit Unterstützung des Bundesamtes für Bauten und Logistik des EFD bietet das «House of Switzerland» an zentraler Lage einen Ort für Begegnungen und den Austausch. Neben den Räumlichkeiten, die für Treffen von Mitgliedern des Bundesrates, der Schweizer Delegation sowie deren internationalen Gäste und Partner zur Verfügung stehen, wird in Zusammenarbeit mit verschiedenen Bundesämtern sowie weiteren Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm organisiert. Dieses Programm deckt ein breites Themenspektrum ab, darunter multilaterale Zusammenarbeit, internationale KI-Governance, globale Cybersicherheit, nachhaltige Weltraumwirtschaft, innovative Finanzierungsmodelle für die humanitäre Hilfe sowie die langfristige Sicherung der Energieversorgung.
