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MedienmitteilungVeröffentlicht am 18. Mai 2026

Regulierung des Wolfsbestands: Massnahmen zeigen Wirkung

Bern, 18.05.2026 — Vom 1. September 2025 bis zum 31. Januar 2026 haben die Kantone den Wolfsbestand in der Schweiz zum dritten Mal präventiv reguliert, also bevor Schaden entstehen kann. Nun hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) die kantonalen Daten zur Regulierungsperiode in einem Bericht zusammengefasst und analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Massnahmen wirken: Das rasche Wachstum der Wolfspopulation wurde gebremst. Gleichzeitig bleibt der Herdenschutz ein zentraler Pfeiler im Umgang mit dem Wolf und trägt wesentlich dazu bei, Schäden an Nutztieren zu verhindern.

Bislang haben die Kantone den Wolfsbestand dreimal präventiv reguliert: ein erstes Mal in einer verkürzten Phase (1. Dezember 2023 bis 31. Januar 2024) sowie zwei weitere Male während jeweils fünf Monaten (1. September 2024 bis 31. Januar 2025 und 1. September 2025 bis 31. Januar 2026). Für die letzte Regulierungsphase stimmte das BAFU der Regulierung von ungefähr 115 Wölfen zu, die zum Abschuss von 77 Wölfen führten. Im Vergleich dazu hatten die Kantone in der vorangegangenen Phase (2024–2025) die Zustimmung zur Regulierung von etwa 125 Wölfen erhalten; bis zum Ende der Periode wurden 92 Wölfe erlegt. 2023/2024 hatte das BAFU dem Abschuss von rund 100 Wölfen zugestimmt. Die Kantone erlegten bis Ende März 2024 insgesamt 55 Wölfe.

Der Bericht stellt zudem fest, dass das rasche Wachstum der Wolfspopulation und damit auch die stetige Zunahme der Zahl der Rudel gebremst werden konnte; über die drei Regulierungsperioden hat die Anzahl der Rudel in deutlich vermindertem Masse zugenommen: Nach der Regulierungsperiode 2025/2026 wurden 30 vollständig in der Schweiz lebende und 10 grenzüberschreitende Rudel gezählt. Zum Vergleich: Nach Abschluss der vorangegangenen Regulierungsphasen lag der Bestand bei insgesamt 36 Rudeln (25 in der Schweiz, 11 grenzüberschreitend im 2024/2025) beziehungsweise 35 Rudel (25 in der Schweiz, 10 grenzüberschreitend im 2023/2024). Das exponentielle Wachstum des Bestandes scheint somit gebremst zu werden, doch die Anzahl Rudel steigt weiter an. Dieser Trend lässt sich jedoch erst nach mehreren weiteren Regulierungsperioden mit Sicherheit bestätigen.

Weniger Schäden dank wirksamem Herdenschutz

Der Herdenschutz bleibt ein integraler Bestandteil des Umgangs mit dem Wolf. Seine Wirkung zeigt sich insbesondere in der Entwicklung der Schadenszahlen: Nach den bisher höchsten Schadenszahlen im Jahr 2022 gingen die Schäden in den Folgejahren zurück und nähern sich nun den Werten von 2020/2021 an, als in der Schweiz rund 10 bis 15 Rudel lebten. Dieser Rückgang ist das Ergebnis insbesondere des Ausbaus des Herdenschutzes mit zusätzlichen finanziellen Mitteln sowie der verstärkten Regulierung des Wolfsbestands.

Schliesslich zeigt der Bericht, dass der Anteil Fehlabschüsse auch in der Phase 2025/2026 gering blieb und damit dem Niveau der vorhergehenden Regulierungsperioden entspricht. Dies zeigt, dass die Kantone mit der erforderlichen Sorgfalt vorgehen.

Bericht

Links

BAFU: Wolf

27.05.2025: Regulierung Wolfsbestand: schnelles Wachstum der Population gebremst