Berufliche Vorsorge: Anstieg der Bilanzsumme, Reduktion der Unterdeckung
Neuchâtel, 21.01.2026 — Die 1292 Schweizer Pensionskassen erreichten 2024 eine Bilanzsumme von 1220,6 Milliarden Franken (Vorjahr 1129,1 Milliarden Franken) mit einem positiven Nettoergebnis der Vermögensanlagen von 83,7 Milliarden Franken (Vorjahr 54,2 Milliarden Franken). Zudem konnten höhere Wertschwankungsreserven gebildet und die Unterdeckung weiter reduziert werden. Dies geht aus den definitiven Ergebnissen der Pensionskassenstatistik 2024 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Im Jahr 2024 erzielten die Pensionskassen dank einer guten Anlageperformance ein positives Nettoergebnis der Vermögensanlagen von 83,7 Milliarden Franken (Vorjahr 54,2 Milliarden Franken). Damit ist das Nettoergebnis gestiegen, lag jedoch unter dem Wert von 2021 (87,0 Milliarden Franken). Aufgrund der Marktturbulenzen im Jahr 2022 fiel das Nettoergebnis auf -105,1 Milliarden Franken. Das Allzeithoch wurde 2019 mit 95,5 Milliarden Franken erreicht.
Entsprechend zeigte sich bei den Wertschwankungsreserven, welche kurzzeitige Schwankungen der Aktiven auffangen, ein ähnliches Bild. Im Jahr 2022 halbierten sich die Wertschwankungsreserven von 144,8 Milliarden Franken (12,5% der Bilanzsumme) auf 65,4 Milliarden Franken (6,1% der Bilanzsumme). 2023 stiegen diese wieder auf 94,2 Milliarden Franken (8,3% der Bilanzsumme) an. Im Jahr 2024 konnten Wertschwankungsreserven in der Höhe von 135,5 Milliarden Franken (11,1% der Bilanzsumme) ausgewiesen werden. Das Allzeithoch wurde sowohl betragsmässig wie auch in Relation zur Bilanzsumme im Jahr 2021 erreicht.
Unterdeckung weiter reduziert
Im Jahr 2024 konnte die Unterdeckung auf 31,5 Milliarden Franken reduziert werden, im Vorjahr lag diese noch bei 34,4 Milliarden Franken. Bei den 65 öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen sank die Unterdeckung auf 31,2 Milliarden Franken (-6,5%; Vorjahr 33,4 Milliarden Franken) und bei den 1227 privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen auf 0,3 Milliarden Franken (-74,0%; Vorjahr 1,0 Milliarden Franken). Die Freien Mittel erhöhten sich auf 14,5 Milliarden Franken (Vorjahr 8,1 Milliarden Franken).
Bilanzsumme und Vermögensanlagen
Die Bilanzsumme der 1292 Pensionskassen in der Schweiz belief sich Ende 2024 auf 1220,6 Milliarden Franken (Vorjahr 1129,1 Milliarden Franken). Bei den grössten Bilanzpositionen stieg der Anteil der Aktien auf 31,6% (Vorjahr 30,2%) während jener der Obligationen auf 26,9% (Vorjahr 27,3%) sank. Weiter reduzierte sich auch der Anteil der Immobilien auf 21,9% (Vorjahr 22,5%).
Versicherte und Altersleistungen
Im Jahr 2024 zahlten rund 2,1 Millionen Frauen und 2,7 Millionen Männer gesamthaft 24,4 Milliarden Franken an reglementarischen Beiträgen in die berufliche Vorsorge ein. Die Arbeitgeber leisteten weitere 34,1 Milliarden Franken an reglementarischen Beiträgen zugunsten der Mitarbeitenden. Im selben Jahr wurden 17,1 Milliarden Franken in Form von Kapital- oder Teilkapitalauszahlung bei der Pensionierung ausbezahlt. Dies entspricht durchschnittlich 280 210 Franken pro Person. Im Vorjahr betrug dieser Wert 15,0 Milliarden Franken bzw. durchschnittlich 261 362 Franken pro Person. Per Ende 2024 lag der Jahresbetrag der Altersrenten bei 26,1 Milliarden Franken. Dies entspricht durchschnittlich 27 815 Franken pro Jahr und Person. Im Vorjahr waren es Altersrenten in der Höhe von 25,6 Milliarden Franken, was einem Durchschnitt von 27 983 Franken pro Jahr und Person entspricht.
Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BFS.
