EDA-Staatssekretär Alexandre Fasel führt politische Konsultationen mit Italien
Bern, 29.05.2026 — Staatssekretär Alexandre Fasel hat am 29. Mai 2026 in Bern politische Konsultationen mit seinem italienischen Amtskollegen geführt. Im Mittelpunkt seines Gesprächs mit dem Generalsekretär des italienischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit, Riccardo Guariglia, standen die bilateralen Beziehungen, aktuelle europapolitische Fragen sowie internationale Entwicklungen.
In Bern erörterten die von Staatssekretär Alexandre Fasel und Generalsekretär Riccardo Guariglia geleiteten Delegationen die enge Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Italien. Der Fokus lag auf den Wirtschaftsbeziehungen, den grenzüberschreitenden Themen sowie der Zusammenarbeit im Migrationsbereich, insbesondere im Rahmen des Dublin-Verfahrens. Beide Seiten würdigten die jüngsten Fortschritte in verschiedenen bilateralen Dossiers, darunter das Inkrafttreten des Änderungsprotokolls zum Grenzgängerabkommen betreffend die Telearbeit. Auch die Bewältigung der Brandkatastrophe von Crans-Montana wurde diskutiert.
Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche lag auf der Europapolitik. Die Schweizer Delegation informierte über die laufenden Arbeiten in den Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) und die innenpolitischen Etappen bei der Behandlung des Pakets von Abkommen zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz-EU (Bilaterale III). Zudem wurden die EU-Stahlmassnahmen diskutiert. Beide Seiten unterstrichen die Bedeutung stabiler und konstruktiver Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU.
Darüber hinaus tauschten sich die Delegationen über aktuelle internationale Entwicklungen aus, insbesondere den Krieg in der Ukraine, die Lage im Mittleren Osten sowie die transatlantischen Beziehungen. Thematisiert wurden auch Fragen der Sicherheit in Europa, sowie die inklusive Rolle der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), deren Vorsitz in diesem Jahr die Schweiz ausübt.
Die Konsultationen unterstreichen die Bedeutung der Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien, die von gemeinsamen Werten, einer gemeinsamen Sprache sowie einem dichten Netz politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher Verbindungen geprägt sind. Italien ist für die Schweiz der viertwichtigste europäische Handelspartner mit einem jährlichen Handelsvolumen von über 56 Milliarden Franken, wovon rund 40 % auf die Grenzregionen entfallen.
