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MedienmitteilungVeröffentlicht am 31. August 2026

Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider nimmt am Treffen der Gleichstellungsministerinnen und -minister der deutschsprachigen Länder in Vaduz teil

Berne, 31.08.2026 — Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider nimmt am 31. August 2026 am Treffen der Gleichstellungsministerinnen und -minister der deutschsprachigen Länder in Vaduz teil. Im Zentrum des diesjährigen Austauschs stehen aktuelle Herausforderungen für die Gleichstellung der Geschlechter im digitalen Zeitalter sowie der Umgang mit antifeministischen Tendenzen. Das Treffen bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich und der Schweiz zusammen.

Das sogenannte Gleichstellungsquintett dient dem Austausch über aktuelle gleichstellungspolitische Entwicklungen und Herausforderungen und fördert die Zusammenarbeit zwischen den deutschsprachigen Ländern in diesem Bereich. Neben Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider nehmen am diesjährigen Treffen in Vaduz der liechtensteinische Minister für Gesellschaft und Justiz Emanuel Schädler, die deutsche Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend Karin Prien, die österreichische Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung Eva-Maria Holzleitner sowie die luxemburgische Ministerin für Verteidigung, Gleichstellung und Diversität sowie Mobilität und öffentliche Arbeiten Yuriko Backes teil.

Für die Schweiz stehen am diesjährigen Treffen insbesondere die Umsetzung der Gleichstellungsstrategie 2030, die Prävention geschlechtsbezogener Gewalt sowie die Auswirkungen der digitalen Transformation im Fokus. Der digitale Wandel hat vielfältige Folgen für die Gleichstellung der Geschlechter: So zeigen sich Ungleichheiten etwa beim Zugang zu Technologien und digitalen Kompetenzen. Zudem sind Frauen überdurchschnittlich oft von Gewalt im Netz betroffen, und künstliche Intelligenz birgt die Gefahr, Diskriminierung zu verstärken.

Dieser Schwerpunkt wird am 1. September 2026 im Rahmen verschiedener Sitzungen auf Fachebene vertieft. Stéphanie Lachat, Co-Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG), vertritt die Schweiz in den Arbeitssitzungen zu Themen wie antifeministische Strömungen im digitalen Raum oder die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Gleichstellung.

In diesem Rahmen stellt die Co-Direktorin des EBG unter anderem die im Juli 2026 gemeinsam mit der Bundeskanzlei veröffentlichte Studie zur Situation der Geschlechtergleichstellung in der digitalen Transformation der Schweiz vor. Sie zeigt auf, dass digitale Technologien neben den bestehenden Risiken auch das Potenzial haben, bestehende Ungleichheiten abzubauen. Gleichzeitig unterstreicht sie die Notwendigkeit, die digitale Transformation geschlechtergerecht zu gestalten.

Das nächste Treffen des Gleichstellungsquintetts soll 2027 während der UNO-Frauenrechtskommission (CSW) in New York stattfinden.