Beirat Digitale Schweiz: Sicherheit und Vertrauen stehen an oberster Stelle
Bern, 03.09.2026 — Am Beiratstreffen Digitale Schweiz vom 3. September 2026 stand die digitale Souveränität der Schweiz und die Einführung der elektronischen Identität (E-ID) im Zentrum. Unter der Leitung von Justizminister Beat Jans und mit Teilnahme von Bundeskanzler Viktor Rossi haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kantonen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu den aktuellen Herausforderungen ausgetauscht. Im Zentrum stand dabei der Vorrang von Sicherheit und Vertrauen.
Die gesamte Bevölkerung soll von einer ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltigen sowie verantwortungsvollen digitalen Transformation profitieren. Ziel ist, dass sich die Bevölkerung im digitalen Raum möglichst unabhängig und selbstbestimmt bewegen kann. Die digitale Transformation darf aber in keinem Fall auf Kosten von Sicherheit und Vertrauen gehen. Für das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) haben diese stets Vorrang. Deshalb wurde die Einführung der E-ID verschoben.
Unter der Leitung von Justizminister Beat Jans und mit Teilnahme von Bundeskanzler Viktor Rossi wurde am Beiratstreffen Digitale Schweiz vom 3. September 2026 über die Herausforderungen bei der digitalen Sicherheit diskutiert. Anwesend waren ausserdem Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kantonen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
Bei Digitalisierungsprojekten ist die Fehlersuche der Weg zur Lösung
Aufgrund der neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz wird derzeit die Sicherheit im Online-Ausstellungsprozess für die E-ID weiter erhöht. Namentlich durch den Einsatz von weiteren technischen Vorkehrungen sollen beispielsweise das Einschleusen von Schadsoftware auf dem Endgerät erschwert und die Erkennung von Deepfakes gestärkt werden.
Gerade in Digitalisierungsprojekten führt der Weg zu den besten Lösungen immer über die aktive Suche nach Lücken im System. Nicht nur in der Informatik, aber besonders in diesem Bereich wird aus Fehlern gelernt, betont Justizminister Beat Jans. Zur Gewährleistung von Sicherheit und Stabilität werden deshalb im Programm E‑ID seit jeher verschiedene Massnahmen umgesetzt. Zu nennen sind insbesondere die Transparenz durch Open Source, die Durchführung von Penetrationstests sowie Bug-Bounty-Programmen. Damit sollen Schwachstellen und Optimierungen im Quellcode identifiziert werden.
Bundesrat Jans betont, dass es auch Mut brauche, auf ursprünglich kommunizierte Termine oder Aussagen zurückzukommen. So riskiere man zwar eine kritische Berichterstattung, es sei aber wichtig, sich vom eigenen Kurs nicht abbringen zu lassen: Sicherheit und Vertrauen müssten immer an oberster Stelle stehen. Das E-ID-Programm arbeitet nach diesem Grundsatz.
Beirat Digitale Schweiz: Austausch zu Schwerpunkten im Bereich der Digitalisierung
An den Beiratstreffen Digitale Schweiz tauschen sich Mitglieder des Bundesrates und der Bundeskanzler mit Vertreterinnen und Vertretern von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Behörden und Zivilgesellschaft zu Themen der digitalen Transformation aus. Die Treffen finden mehrmals jährlich in wechselnder Zusammensetzung statt, jeweils unter dem Vorsitz eines Mitglieds des Bundesrates oder des Bundeskanzlers. Der Bundesrat bestimmt jährlich Fokusthemen der Strategie Digitale Schweiz. Zu jedem Fokusthema findet ein Beiratstreffen statt. Organisiert werden die Treffen durch die Bundeskanzlei gemeinsam mit den Departementen.
