Abkommen des Pakets Schweiz–EU in Brüssel unterzeichnet
Bern, 02.03.2026 — Am 2. März 2026 haben Bundespräsident Guy Parmelin und die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen in Brüssel die Abkommen des Pakets Schweiz–EU unterzeichnet. Die Abkommen wurden am 21. Mai 2025 von den Chefunterhändlern paraphiert und am 13. Juni 2025 vom Bundesrat gutgeheissen. Die Botschaft zum Paket Schweiz–EU wird voraussichtlich im März 2026 zuhanden des Parlamentes verabschiedet.
Nach der Unterzeichnung des Abkommens über die Teilnahme der Schweiz an den EU-Programmen im vergangenen November, wurden heute die restlichen Abkommen, Protokolle und eine gemeinsame Erklärung zur Schaffung eines hochrangigen Dialogs unterzeichnet.
Bei ihrem Treffen würdigten der Bundespräsident und die Präsidentin der Europäischen Kommission die heutige Unterzeichnung als bedeutenden Meilenstein der bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. Der Stand der respektiven Ratifizierungsverfahren kam auch zur Sprache. Der Bundesrat wird die Botschaft zum Paket «Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz–EU (Bilaterale III)» voraussichtlich im März 2026 dem Parlament überweisen.
Der Austausch umfasste weitere Themen von gemeinsamem Interesse wie die internationale geopolitische Lage, insbesondere im Handelsbereich und die von der EU diskutierten Massnahmen zur wirtschaftlichen Sicherheit in Europa. Bundespräsident Parmelin betonte in diesem Zusammenhang, dass die Schweiz aufgrund ihrer engen wirtschaftlichen Verflechtung mit Europa integraler Bestandteil jeder Lösung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents ist. Die Schweiz will gemeinsam mit der EU dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit und Innovationskraft Europas zu stärken.
Die EU ist mit einem Anteil von rund 60 Prozent am Warenhandel die mit Abstand wichtigste Handelspartnerin der Schweiz. Umgekehrt ist die Schweiz die viertgrösste Handelspartnerin und die drittgrösste Investorin für die EU. Aus diesen Gründen stehen die Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen mittels des bewährten bilateralen Wegs zwischen der Schweiz und der EU im Zentrum der bundesrätlichen Aussen- und Wirtschaftspolitik.
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