Casinolandschaft im Wandel: Schliessungen und neue Angebote im Jahr 2025
Bern, 19.06.2026 — Der Start der neuen Konzessionsperiode 2025–2044 führte in der Schweizer Casinolandschaft im Jahr 2025 zu einschneidenden Veränderungen. Parallel dazu verstärkte die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) im Berichtsjahr ihr Vorgehen gegen illegales Geldspiel und setzte ihre Aufsichtstätigkeit engagiert fort. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 19. Juni 2026 vom Tätigkeitsbericht 2025 Kenntnis genommen.
Mit Beginn der neuen Konzessionsperiode kam Bewegung in den Markt: Während einzelne Spielbanken ihren Betrieb teilweise unerwartet einstellten oder vorübergehend schlossen, nahmen andere neue Angebote auf oder erweiterten bestehende. Insgesamt blieb die Anzahl der Spielbanken stabil, die Entwicklungen führten jedoch zu strukturellen Anpassungen in der Casinolandschaft (siehe Grafik).
Leichter Rückgang der Spielbankenabgabe
Der Bruttospielertrag der Schweizer Spielbanken belief sich im Jahr 2025 auf insgesamt 878 Millionen Franken. Während der Online-Bereich weiter wuchs (+1.2 %), setzte sich der rückläufige Trend im landbasierten Spielangebot fort (–3,9 %). Das Wachstum im Online-Bereich konnte den Rückgang im terrestrischen Markt nicht vollständig kompensieren. Die Spielbankenabgabe von 353 Millionen Franken zugunsten der AHV/IV ging damit leicht zurück (–1,3 %).
Konsequentes Vorgehen gegen illegales Geldspiel
Die Bekämpfung des illegalen Geldspiels bleibt eine zentrale Aufgabe der ESBK. Strafverfahren in diesem Bereich sind häufig komplex und erfordern technisches und juristisches Fachwissen sowie eine enge Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden. 2025 führte die ESBK 28 Hausdurchsuchungen durch und liess 580 neue Domains nicht bewilligter Online-Spielangebote sperren, knapp 30% mehr als ein Jahr zuvor. Sie arbeitete Ende Jahr an 209 offenen Strafuntersuchungen und fällte 75 Strafentscheide in Anwendung des Geldspielgesetzes.
