Zum Hauptinhalt springen

MedienmitteilungVeröffentlicht am 19. Mai 2026

Die Schweiz und Deutschland betonen Wert der Zusammenarbeit in der aktuellen Lage

Bern, 19.05.2026 — Bundespräsident Guy Parmelin ist am Dienstag, 19. Mai 2026, in Berlin mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz zusammengekommen. Im Zentrum des Treffens standen bei den bilateralen Beziehungen die Themen Wirtschaft, Innovation und Forschung und darüber hinaus die Wettbewerbsfähigkeit Europas sowie die europäische Sicherheitsarchitektur.

Die beiden Seiten würdigten die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen gleichgesinnten Partnern, gerade in einer anspruchsvollen geopolitischen Lage. Zur Sprache kamen insbesondere auch wirtschaftspolitische Fragen, zumal Deutschland für die Schweiz der wichtigste Wirtschaftspartner ist und die Schweiz der siebtwichtigste Partner für Deutschland. Das Handelsvolumen ist 2025 um 8,6 Prozent gewachsen, was die Bedeutung stabiler Lieferketten und zuverlässiger Kontakte unterstreicht. Der Austausch war der Frage gewidmet, wie die Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents gestärkt werden kann. Als wichtige Faktoren wurden der Abbau von Handelshemmnissen, Nachhaltigkeit, die digitale Transformation sowie Innovation genannt. Beide Seiten betonten die Bedeutung eines stabilen und berechenbaren multilateralen Handelssystems.

Bei Bildung, Forschung und Innovation ist Deutschland für die Schweiz der mit Abstand wichtigste Partner. Im Gespräch wurde das grosse Potenzial für einen strategisch ausgerichteten Ausbau der Zusammenarbeit in diesen Bereichen erörtert. Auch Fragen der Infrastruktur, namentlich in Bezug auf den Schienenverkehr und die Energieversorgung, standen auf der Agenda.

Beim Gesprächsteil über die europäische Sicherheitsarchitektur kamen der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehenden Konsequenzen für Europa zur Sprache. Beide Seiten betonten, dass die europäischen Staaten mehr Verantwortung für ihre Sicherheit übernehmen müssen.

Die Schweiz unterstützt die Friedensbemühungen in Europa insbesondere auch mit dem diesjährigen Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Die Beziehungen der Schweiz zur Europäischen Union (EU) waren ebenfalls Thema des Gesprächs. Der Bundespräsident erläuterte die anstehenden Schritte für das Paket von Abkommen zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz–EU.

Zusätzliche Information:

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Deutschland